
Slip, slop, slap and wrap
Was sich nicht nur so anhört, sondern tatsächlich unaussprechlich ist, ist der Tipp, wie man in Neuseeland gekleidet sein sollte: „Slip on a shirt, slop on the sunscreen, slap on a hat and wrap on some sunglasses.“ In der Kurzfassung heißt das: „Mädel, zieh dich wie ’ne Zwiebel an. Dann biste für jedes Wetter gewappnet.“
Wie ich ausgerechnet jetzt auf diesen Spruch komme? Ratet doch mal! Yes, yes, yes…es geht wieder los…ab nach Neuseeland und Australien. Und das TOLLE ist: Dieses Mal reise ich mit Bettiiiiinnnnaaaa, eine meiner liebsten langjährigen Freundinnen! Seit ungefähr 20 Jahren wollten wir zusammen auf Backpacker-Tour gehen und endlich ist es soweit. Klar werden wir als Fashion-Victims zwiebelhaft immer die richtigen Klamotten tragen.

Schon vor der Reise haben wir beide unterschiedliche Packtechniken entwickelt. Meine lautet: Pack so wenig wie möglich ein und am besten noch etwas aus. Bettina dagegen entwickelte die ultimative „kleiner-Finger-Gewichts-Technik“: Alles, was sie brauchte und kaufen wollte, musste erst einmal den Finger-Gewichts-Check durchlaufen: So hängte sie sich jedes Kleidungsstück an den kleinen Finger und wippte mit ihm etwas auf und ab. Sobald sich dieser zu sehr nach unten bog, war das Gepäck zu schwer und das Produkt wurde nicht gekauft.
Das Ergebnis ihrer Technik zahlt sich aus: Bettina trägt jetzt ultraleichte Outdoor-Schuhe (125 g je Fuß), eine fliegengewichtige Kulturtasche (85 g), eine superlight Jacke (300 g) mit einer enorm hohen Wassersäule und eine natürlich leichte Fleecejacke (200 g). Dank ihr habe ich jetzt auch einen ultraleichten Schlafsack (475 g), ein selbstaufblasbares Kissen (125 g) und ein schnell trocknendes Handtuch (70 g). Nur mein Waschbeutel fällt mit 115 g etwas aus dem Rahmen.
Eines ist auf jeden Fall klar: Mit unserem Ultraleicht-Gepäck gehen wir definitiv in die Geschichte des Düsseldorfer Flughafens ein, weil die Gepäckwaage maximal 3 kg anzeigen wird. Für beide Rucksäcke. Ich freu mich schon darauf, federleicht durch Neuseeland und Australien zu schweben.

Natürlich werden wir uns auf unserer Reise verschiedenen Challenges stellen: Wir wollen atemberaubende Orte und ein schreckliches Kuckucksuhren-Museum besuchen, zusammen mit Glühwürmchen an der Wand kleben und uns dabei wie im Weltall fühlen, seltsame Tiere wie die Kiwis beobachten und natürlich die kitschigste Weihnachtsdeko finden.
Vermutlich wird unser Campervan ein fahrender Weihnachtsbaum sein. Schließlich sind wir nicht nur zwiebelhafte Fashionistas sondern auch DIE perfekten glitzer-leucht-Dekoristas. Selbstverständlich wird die Deko nach der „kleinen-Finger-Gewichts-Technik“ überprüft und es darf nur das an unserem Campervan glitzern, das tatsächlich ultraleicht ist und den Finger-Test bestanden hat.
Also, am 4.12. geht es los! Bleibt dran und reist mit uns mit! Wir sehen uns…slip, slop,slap and wrap!
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