
Hitzewelle in Australien?
Melbourne ist einfach der Knaller. Und wie Knaller nun mal sind, bekommt man sie nur stückchenweise zu fassen. Daher werde ich auch nur in Facetten über diese tolle Stadt berichten können.
Hitzewelle? Hier? Hot ist es, aber nur weil es so cool hier ist…der Typ auf der Stange ist übrigens Ruben Dotdotdot vom Cirque de Soleil, der eine großartige Artistenummer auf dem Federal Square dargeboten hat. Aber das seht ihr ja auf dem Foto. Also, in unserem Australien ist die Hitzewelle woanders hingegangen. Bin ich etwa im falschen Australien, in einem anderen?
Aber selbst wenn: Melbourne ist auch so absolut fantastisch. Wir sind seit einigen Tagen hier und ich habe noch immer das Gefühl, längst nicht alles gesehen zu haben. Ungefähr fünfzig Mal habe ich versucht, einen Aufhänger für die ganzen Geschichten zu finden und habe täglich neu angesetzt. Kein Wunder…mal sehen wir einen sehr talentierten Straßenmusiker, einen tollen Artisten, besuchen eine fantastische Ausstellung oder laufen einfach nur die Stadt, in der uns die Leute beeindrucken. Oder es tanzen zig Leute an uns vorbei, die sogenanntes „Silent Dancing“ machen. Beim Silent Dancing tanzen die Leute mit Kopfhörern durch die Straßen. Man kann ihre Musik zwar nicht hören, dafür aber sehen. Als Abschlusslied haben sie „Time of my life“ gehört. Woran wir das erkannt haben? An der Schwebefigur, ist doch klar.
Im Vergleich zu Neuseeland ist Melbourne laut und impulsiv. Witzigerweise bezeichnen bezeichnen sich die Melbourner selbst und ihre Stadt als eher ruhige Gefährten … sie meinen, Sydney sei laut. Aber es ist doch schon schon ziemlich laut. Ganz gleich, ob es das impulsive Streetlife, die Autos oder die Menschen sind.
Vor allem bollern die Frauen richtig los, während die Männer eher die gechillten Typen mimen. Ständig warte ich darauf, dass eine Frau sich gleich auf den nächsten Baum stürzt, um ihn auszureißen. Ein bisschen sind sie wie die Mineralwasserflaschen, die wir gekauft haben. Die explodieren schon, wenn man sie nur kurz dreht, um sie zu öffnen. Manchmal explodieren sie auch zweimal. Ich frage mich gerade, ob ich Frauen mit Mineralwasserflaschen vergleichen darf. Besser nicht. Ich möchte schließlich auch nicht als Apollinaris, Volvic oder Vivian bezeichnet werden.
Fakt ist: Die Australier haben einen sehr trockenen Humor und davon nicht zu wenig. Das ist awesome. Ach nee, das waren ja die Neuseeländer, die alles immer awesome fanden. Neuseeland … Australien … Melbourne.
Den australischen Humor erkennt man allein daran, dass sie eine Fahrkarten-System namens „Myki“ eingeführt haben. Myki versteht niemand. Nicht einmal die Melbourner selbst. Für die Touris sollte man besser den Werbeslogan „Take Myki to travel“ besser in „Take Myki to trouble“ umtexten.
Tatsächlich habe ich noch nie so viel über den Werdegang einer Fahrkarte so gefachsimpelt wie hier. Aber langsam habe ich das Myki-System geschnallt. Glaube ich. Hoffe ich. Weiß ich nicht. Und wenn schon.
Bus-Tram-Zug-Metro-fahren funktioniert so: Zuerst muss man einen Laden finden, indem man die Myki-Karte kaufen kann. Das kann wirklich eine Herausforderung sein. Vor allem, wenn man den nächsten Zug nehmen will. Wenn man dann noch auf einen Inder trifft, der innerhalb von Sekunden Millionen von cleveren Tipps runterrasselt und dabei noch sehr witzig ist, dann sollte man sich definitiv auf zwei Züge später einstellen.
Für die Tram gibt es nur eine Zone. Man muss beim Einstieg die Myki-Karte auf ein Lesegerät halten. „Tap on“ einmal. Beim Ausstieg macht man nichts. Allerdings sind sich hier die Melbourner nicht einig. Manche sagen, dass man ohne „Tap off“ einen ganzen Tag berechnet bekommt.
Für die Metro und den Bus gibt es Zone 1 und 2. Hier muss man „Tap on“ und „Tap off“ machen, sonst zieht das unsichtbare Myki-System was ab. Oder auch nicht. Dann gibt es noch die Frei-Zone In der Innenstadt. Hier muss man weder „Tap on“ noch „Tap off“ machen. Wenn man aber in der Frei-Zone einsteigt und dann in die Zone 1 oder 2 fährt, muss man entweder „Tap on“ oder „Tap on – Tap off“ oder nur „Tap off“ machen. Alles klar?
Egal was man macht, Hauptsache, es wird getappt. Und das tun wir auch. Wir laufen. Ist gesund. Wer braucht schon Myki?
Was die Landschaft in Neuseeland war, sind hier die Spiegelgebäude. Wieder fotografieren wir uns die Finger wund. Wir schleichen uns von Spiegelung zu Spiegelung, von Hochhaus zu Hochhaus, von alt zu neu und bleiben wie angewurzelt in einer der schmalen Straßen stehen, um die untergehende Sonne genau dort einzufangen, wohin sie unauffällig verschwinden wollte.
Wer von euch war schonmal in einem 360 Grad-Kino? WAR DAS ABGEFAHREN! Oh Mann, ich könnte da drin wohnen. Ehrlich, ich war völlig weggeflasht! Man setzt eine Spezial-Brille und Kopfhörer auf und befindet sich plötzlich mitten im Filmgeschehen. Ich war wirklich dabei! Egal, wie ich mich gedreht habe oder wohin ich geschaut habe, ich konnte alles aus jeder beliebigen Perspektive erleben. Von oben und unten, hinten und vorne…es flogen Dinge auf mich zu, so dass ich zusammenzuckte…Das war so fantastisch! Was ich alles gesehen und erleben konnte…Unglaublich…Ich brauche unbedingt so eine Brille und ganz viele solcher Filme.
Morgen fahren wir etwas aus der Stadt raus. Ganz viele Tiere und tolle Strände erwarten uns…
PS: Für die Tennisfans unter euch: Stichwort Australien Open… hier steppt der Bär …ein paar Tickets gibt es noch…
One Comment
Leave A Comment
Sign up with your email and always get notifed of Avada Lifestyles latest news!




Kennst Du nicht mehr Kino 2000 (glaube ich) im Pantasialand? Das gab es als ich klein war dort. Das war auch so etwas in der Art… nur sicher altmodischen. Fand ich als Kind total cool. Aber… Ob es das noch gibt?