To do or not to do?

Jeder gute Reiseführer hat mindestens ein Kapitel, in dem er den Touristen Dos and Donts empfiehlt. Da wir eine organisierte Reisegruppe sind und mit Bertulatreisen eine sehr gute Reiseagentur gebucht haben, sind Lisa Berg und ich außerordentlich glücklich darüber, dass unsere Reiseleitung Missjam ausgiebig informiert ist und wir doch das eine oder andere selbst ausprobieren konnten. Beispielsweise haben wir…

  • Uns die Zähne mit Leitungswasser geputzt.
  • Ungeschältes Obst vom Stand gegessen.
  • Essen von einem der zahlreichen Straßenstände gekauft.
  • Getränke mit Eis oder Eiswürfel getrunken. Sogar das Bier wird hier mit Eis im Glas serviert.
  • Straßenverkäufer fotografiert. Und danach selbstverständlich ihr 8 Millionen-Dollar-Croissant gekauft.
  • Das Taxi pro Person, also insgesamt den dreifachen Preis, bezahlt.
  • Uns beim Obstkauf abzocken lassen. Unser Guide hätte fast eine Vollbremsung gemacht, als wir ihm sagten, was wir alles schon für die super leckere Mango, die hier ganz anders schmeckt, gezahlt haben. Mangos seien in seinem Land besonders billig und lachte sich nach dem Schock über unsere bezahlten Preise für eine Frucht kaputt (80000/50000/20000 Dong = 3 Euro/2 Euro/0,75 Euro).
  • An der Straße gewartet, bis wir gehen konnten. Hahahahaaaa! Ja, sie haben auch Zebrastreifen. Doch diese sind 95% . Es wird ja gehupt, das muss reichen. Einen Kreisverkehr diagonal über die Straße zu überqueren, kann unter Umständen ungünstig bis blöd sein. Es bringt aber auch ebensowenig, ihn an der kürzesten Seite im Quadrat zu überqueren. Das interessiert auch keinen. Besser man richtet sich insgesamt auf Schlangenlinien ein, weil man sowieso diversen hupenden Mopeds, Bussen oder Autos ausweichen muss.
  • Rote Ampel beachtet: Vergiss es. Es hält niemand.

  •  Natürliches Mückenzeug gekauft, weil es besser für die Haut ist. Es riecht fantastisch und unter den Mücken ist das der Touristen-Geheimtipp. Die Mücken lieben diesen Geruch einfach.
  •  Im Outdoor-Shop während der Regenzeit gefragt, ob es am nächsten Tag regnen wird. Natürlich hat die Verkäuferin laut gelacht und hätte uns am liebsten gleich drei Regenjacken mit unterschiedlichen Wassersäulen verkauft.
  • Auf dem Markt davon ausgehen, dass es keine Umkleidekabine gibt und sich umständlich hinter einem Moped, das mitten im „Laden“ steht, verstecken und umziehen. Die Marktfrau hat mich erstmal machen lassen und mir später dann die Umkleidekabine gezeigt. Ok, die „Umkleidekabine“ war zwar ihre Küche, aber wenigstens konnte sie einen Vorhang davor spannen.
  • Selbst kreiertes Verbot: WC-Duschen, die hier zusätzlich an jeder Spülung sind, als Amateur ausprobieren, weil dir irgendjemand mal erzählt hat, dass die Einheimischen kein Klopapier sondern nur diese Duschen benutzen. Ungeübt trifft man einfach nicht oder gerade immer überall. Vor allem ist es ungünstig, es auszuprobieren, bevor man auf eine 13-stündige Bahnreise geht. Nasse Hosen sind immer unangenehm.

Jetzt fehlt uns nur noch der Fisch, der über Stunden in der heißen Sonne lag. Und natürlich das Softeis.

By Published On: Oktober 19th, 2018Categories: Allgemein0 Comments on To do or not to do?

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