
Katzenjammer und Moped-Invasion
Alte französische Bauten, romantische Plätze im Kolonialstil, kleine Gassen…so hatte ich mir Saigon vorgestellt. Stattdessen erwartet uns eine ganze Armee von Mopedfahrern. Es ist laut, stickig und stinkt an jeder Straßenecke. Kein Wunder, dass hier alle rumhusten.
Die Lautstärke hat aber auch sein Gutes. Will man sich beispielsweise an- oder ausschreien, so kann man dies problemlos auf der Straße tun, denn niemand wird es hören, da der Straßenverkehr alles übertüncht. Ob das der Grund ist, weshalb die meisten Vietnamesen einen nicht verstehen?;)
Den Ratten gefällt es ganz gut hier. Ich habe heute eine große Ratte vor dem Platzregen flüchten sehen. Sie ist direkt ins Café gerannt und hat dort die Gäste erschreckt. Selbstverständlich habe ich sofort an „Ratatouille“ gedacht. Teilweise schlafen den Straßenhändler auf der Straße, direkt an ihrem Stand. Ich bin mir nicht sicher, wie sich das mit den Ratten verträgt.
Saigon ist wirklich nicht schön. Momentan befindet sich alles im Umbau oder in einer Baustelle. Es hat leider sehr wenig Charme. Angeblich versucht der Bürgermeister ein zweites Berlin zu kreieren. Nach dem jetzigen Stand wird das wohl noch einige Zeit dauern.
Das Titelbild ist übrigens unser romantischer Blick aus dem Fenster. Dazu gibt es nachts ein lautes Katzenjammer-Konzert:). Aber unsere Zimmer sind gut und weder Ratten noch Kakerlaken kreuzen unsere Wege. Bei der steilen Treppe haben sie garantiert wie wir ihre Schwierigkeiten hochzukommen.
Bald geht es ins Mekong Delta. Wir können es kaum erwarten, aus dieser Stadt rauszukommen.
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