
Sonnenbrand und Schnorcheltour
Es ist sehr schade, dass ihr nicht hier seid, denn sonst hättet ihr Lisa Bergs sensationelle Delfin-Pantomime sehen können, als sie einer Kellnerin erzählte, dass wir schnorcheln waren und dabei Delfine gesehen haben.
Hier eine kleine Animation-Übung für die Kinästheten unter euch: Nehmt eure rechte oder linke Hand und macht eine softe Wellenbewegung, an deren Anfang ein Delfin ins Wasser hüpft und wieder rausspringt. Macht das Ganze sehr langsam und bleibt dabei im Flow. Ich denke, diese Lisa-Berg-Delfin-Handbewegung ist das perfekte internationale Zeichen für Delfine.
Die audio-Orientierten können parallel gern das typische Flipper-Gekecker machen, während die visuellen Typen sich einfach einen Delfin fröhlich im Wasser hüpfend vorstellen.


Das Schnorcheln war fantastisch, aber schon etwas anspruchsvoller. Wir hatten Rettungswesten an, was sehr bequem fürs Schnorcheln und gut zum Schwimmen war, da die Strömung teilweise etwas herausforderte. Wir sahen einige Korallen, bunte Minifische und einen Riesenschwarm Herringe, zwei Haie, ein fröhliches Rudel Delfine, mehrere Schildkröten, einen Octopus und einen Lobster. Und wäre ich schneller im Wasser gewesen, hätte auch noch ein Mantarochen meinen Weg gekreuzt.
Neben den ganzen faszinierenden Unterwassertieren hatte ich auch meinen eigenen Hausfisch im blauen Shirt dabei. Egal, wo ich mich im großen Ozean befand, dieser Typ rammte mich immer wieder und rollte dann mit den Augen hinter seiner Tauchermaske, so als hätte ich ihn durchgehend angerempelt. Dabei fühlte ich mich wie beim Spiel “Schiffe versenken” und einen Großteil meiner Flotte hatte er bereits versenkt.
Der Kapitän vom Boot widerum schien für die Formel 1 geübt zu haben. Die ganze Zeit fuhr er mit vollem Karacho gegen die Wellen an. Bei dieser Geschwindigkeit ist das Wasser ja wie knallharter Beton. Irgendwann war mir das alles zuviel Action und ich bin einfach eingeschlafen.

Am Strand in der stillen Mittagshitze, nachdem wir schon 2×45 Minuten im Wasser geschnorchelt waren, war es so erholsam, dass ich ebenfalls kurz eingeschlafen bin. Klar, dass da der Sonnenbrand denkt, dass ich “happy welcome” schreie und war natürlich sofort da.
Meine komplette Rückseite ist knallrot. Ich kann mich beim Sitzen nicht richtig anlehnen und auch keinen Rucksack tragen. Und mein Outfit ist…ich finde keine Worte dafür. Unpassend vielleicht? Ich trage Leggings mit einem lockeren Oberteil aus Seide (Seide soll ja kühlen) und leichte Treckingschuhe, weil der Weg so steinig ist. Bitteschön, ich und Leggings! Die habe ich in den 90ern das letzte Mal getragen. Aber das ist die einzige Kleidung, die für die Rückseite weich genug und bequem ist.


Abends stelle ich fest: Ich sehe aus, wie ein Streifenhörnchen mit doppelten Streifen (wegen der Beine) und einem halben Batman-Zeichen auf dem Rücken. Lisa Berg findet, dass mein Rücken einfach nur rot ist.
Laut Fengshui sollte man das Schlafzimmer am besten gen Westen ausrichten. In unserem Fall beschließen wir, unsere Betten nach dem Ventilator auszurichten. Für einen gekühlten Schlaf tue ich gerade alles. Ich frage mich sowieso, wie ich in diesem Dschungel Norden, Süden, Osten und Westen finden soll.
Am nächsten Tag gehts uns schon besser, aber Lisa Berg hat mir striktes Sonnenverbot erteilt. Wir laufen gleich durch einen schattigen Fluss zu irgendeinem Wasserfall. Ich habe ein weiches fließendes Shirt an und trage nur das, was ich in der Hand halten kann. Maximal eine Flasche Wasser.
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