
Ready to Rambooooo
Gestern noch habe ich mir in den schillerndsten Farben ausgemalt, wie ein Ort aussehen wird, der „Hope“ (Hoffnung) heißt. Ich stellte mir bunte Straßen mit pink-grün-gepunktet-plüsch-glitzernden Wattebausch-Häusern vor, in denen überglückliche Menschen wohnen. Wie im Schlaraffenland rutschen sie von Regenbogen zu Regenbogen, liegen sich den ganzen Tag glücklich in den Armen und tun allen durchgehend etwas Gutes. Diesen Ort wollen wir auf jeden Fall kennenlernen.
In Hope angekommen, beginnt es zu regnen. „Und? Was macht man hier so?“ fragt Lisa Berg den Motelbesitzer. In einem leicht resignierten Ton antwortet er: „Nicht viel.“ „Kann man hier wandern?“ „Weiß nicht. Bin erst seit Dezember hier.“ Dann gibt er Lisa Berg eine Zeitschrift mit.

Und ab da wissen wir sofort, was WIR in den nächsten zwei (!!!) Tagen machen werden. Für hoffnungsvolle Touris wie uns gibt es nämlich den Rambo-Trail. Denn vor über 40 Jahren wurde hier „Rambo – First Blood“ gedreht!
Wir werden also in Rambos Fußstapfen treten und alle markanten Punkte der „Rambo“-Szenerie ablaufen. Und weil wir beide den Film nie gesehen haben, machen wir es uns mit Chips, Dips und Riesen-Möhrchen gemütlich und schauen “Rambo”.

Unser Motel-Zimmer für 100 Tacken am Tag gleicht einem Schuhkarton und wohlwollend würde ich die Größe „kompakt mit fast schon zu großem Badezimmer“ bezeichnen. Dass die Toilettentür immer 20 cm offenbleiben muss, weil sie beim Schließen am Bett festklemmt, müssen wir akzeptieren. Schlimmer wäre, wenn der Schuhkarton keine Haustür hätte oder unser ständig hustender Nachbar direkt neben uns sitzen würde.
Hope…nirgendwo kann man einen Thriller besser schreiben als hier. In unserem Schuhkarton-Zimmer wäre das Grundgerüst mit dem hustenden Nachbarn und dem einsamen Pfeifen eines Zuges im Hintergrund in nullkommanichts konzipiert. Als Basisthema würde ich Claustrophobie, festklemmen und Stagnation mit ständigem Regen wählen.

Vorhin habe ich den Motel-Besitzer nach einem Messer gefragt. Er starrte mich durchdringend an und sagte, er hätte keins. Selbst einen Karottenschäler wollte er mir nicht geben. Ich glaube, er wird der Psychopath in meiner Geschichte werden.
Hope. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Übrigens wurde hier nicht nur Rambo gedreht, sondern auch der Horrorfilm „Antlers“, die Dokumentation „Canyon War“ und auch „Highway Thru Hell”.
Und ein Örtchen namens “Hell’s Gate” (Tor zur Hölle) liegt direkt nebenan. Da fahren wir übermorgen hin.
WENN … alles gutgeht. (Schrille Musik ertönt im Hintergrund)
3 Kommentare
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Super, du liebste Rambi! …
aproposcontent by Jana Behr apropos@aproposcontent.de 0151/53 61 36 48
Von meinem iPhone gesendet
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Looks like you two are having fun. Too bad about the rain. It is better than 102 degrees in Calistoga. We got massages and did a mud bath. I think you two adventurous ladies would like a mud bath.
Your fellow traveler
Yes, we have:). Mud bath sounds funny :)))