Wildlife in Jasper

Mein Tränchen des Tages hatte ich bereits heute morgen, als wir zu einem wunderschönen Canyon aufbrachen und dieses majestätische Kerlchen in Seelenruhe seinen grünen Snack einnahm. Groß, voller Kraft und gleichsam im Flow…einfach nur wow. Unglaublich anmutig und schön. Ich bin noch immer ganz glücklich, dabei ist es schon Stunden her.

Ok, ich glaube, er streckt mir auf dem Foto die Zunge raus. Aber damit komme ich klar.

Dass wir neulich eine Elk friedlich am Straßenrand haben grasen sehen, war schon toll. Als dann aber noch der Kojote um die Ecke kam, war ich völlig beseelt. Läuft da einfach so ein Kojote lang…

Und dann stehen auf dem Mittelstreifen der Straße Rentiere und fressen das Laub von den Bäumen, während ein anderes gerade aus einem Garten raus spaziert. Das ist unglaublich, oder?Wusstest ihr, dass es puschelige Geweihe gibt?

Bären, 1 Kojote, Elks, Mountain Caribou, Big Horn Sheep, weiße Bergziegen, Streifenhörnchen, Kolibris, Adler, Buntspecht, Black Swifts, Western Tiger Swallow Tail (gelbschwarzer Schmetterling)…und noch viel mehr…Unfassbar, wieviel Tiere wir in dieser kurzen Zeit schon gesehen haben.

Und das dort, wo die Landschaft schon atemberaubend schön ist und dich völlig einnimmt. Egal, wohin du schaust, immer ist es irgendein Licht, eine Blume, ein Berg oder ein Tier, das dich in seinen Bann zieht. Du wanderst wie ein Lemming einfach nur hinterher und bist verzaubert. Machst das eine oder andere Foto.

Das alles passiert natürlich zur Primetime, wenn die Sonne gerade untergeht und das Bergglühen beginnt. Mehrfach stoppen wir auf der Strecke zu unserem Hotel, um die fantastischen Spiegelungen, die rosa Wölkchen vor dem blauen Berg mit einem Fast-Vollmond fotografisch einzufangen und wieder loszulassen. Kanada ist der Wahnsinn.

Wie ihr ja nun wisst, sind wir die perfekten Traveller und für Outdoor bestens ausgerüstet: Meine Taschenlampe mit 500 Metern Reichweite liegt schön auf meinem Nachttisch und manchmal denke ich darüber nach, sie in den Koffer zu packen. Das Bärenspray ist sicher im Handschuhfach verstaut und wird einfach nicht benutzt. Natürlich nehmen wir es mit, wenn wir rumlaufen. Wozu haben wir denn sonst die schicke Gürteltasche gekauft, die sich Lisa Berg immer an den Gürtel schnallt? Aber wir wollen es wirklich nicht benutzen.

Außerdem sind wir den ganzen Tag nur mit Wasser und leerem, essfreiem Kofferraum unterwegs. Keine Ahnung, warum wir uns keine Schnittchen machen. Mit unserem offiziellen Army-ZIP-Beutel dürfte unser Essen doch optimal geruchsfrei verpackt sein. Während wir andere Touris mit Lolli, Snack oder Kaffee durch den Wald laufen sehen, die dann vielleicht auch noch mitten in der Pampa ihr Zelt aufschlagen, knurrt uns ziemlich der Magen. Sollte es ein Bär aus unerfindlichen Gründen wagen, uns anzuknurren, dann bin ich mir nicht sicher, wer dieses Battle gewinnen wird. Ich würde es an seiner Stelle nicht ausprobieren.

Das ist ein Big Horn Sheep.

Funfact: Lisa Berg und ich verstehen die Tiere nicht mehr. Das macht aber nichts, denn die Nadelbäume verstehen wir erst recht nicht. Doch das ist eine andere Geschichte.

Was uns zum Nachdenken gebracht hat, war eine Wildlife-Karte mit Tieren in den Rockies. Es gibt Elks, die aber keine Elche sind, es gibt Mooses, die widerum Elche sind, dann gibt es noch die Deers, Wild Deers, Mountain Caribous, die eine Art Rentiere sind… und den Waipiti-Hirschen. SO! Und die mit dem Schwänzchen und schwarzen Punkt bzw die mit dem Schwänzchen ohne schwarzen Punkt bzw es gibt auch noch welche mit weißem Schwanz ohne…ach vergesst es. Jedenfalls haben wir uns gefragt, welche der vielen Paarhufer wir mit und ohne Geweih gesehen haben.

Und deshalb habe ich ein wenig recherchiert. Bin jedoch vor Lachen nicht weitergekommen. ZB steht bei Wikipedia über die Mountain Caribous: (Am besten ihr lest es euch laut vor): „Das boreale Waldkaribu, auch bekannt als Waldkaribu, boreales Waldkaribu und waldbewohnendes Karibu, ist eine nordamerikanische Rentierunterart, die nur in Kanada vorkommt. Anders als das Porcupine-Karibu und das Karibu des unfruchtbaren Bodens sind boreale Waldkaribus hauptsächlich, aber nicht immer, sesshaft.“

Alles klar? Zusammfassend: Ich finde alle Paarhufer fantastisch und ich bin hier absolut glücklich.

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