Dinos und auf Steine malen (Drumheller)

Einige Schwarzbären, Braunbären, Naturadler, kanadische Biber, zig Squirrels, Waipities, Antilopen-ähnliche Tiere und Schlangen später sind wir nun auf der Dinosaurier-Fährte. Wir sind in den sogenannten “Badlands” gelandet.

Egal wo du dich in Drumheller befindest, ein Dino ist entweder hinter, über, neben dir oder hält mit dir ein Pläuschken. Sogar die Straßen sind nach Dinos benannt: Edmontosaurus Street, Stregoceras Street, Dinowalk, Dino-Downtown… Alles erinnert mich an Jurassic Park. Wobei Steven Spielberg gerade jetzt wohl einen Herzinfarkt hat. Denn die Dinos sehen doch etwas künstlich aus.

Drumheller ist ein Träumchen für alle Dino-Fans. Kein Wunder, denn hier hat man einen vollständigen Tyrannosaurus Rex und diverse andere Skelette und Versteinerungen gefunden. Alles befindet sich im Royal Tyrell Museum, das eine der weltweit führenden paläontologischen Sammlungen präsentiert. Hier erfährt man alles über die Entstehung der Welt und die Dinos. (Googelt Royal Tyrell Museum, Alberta, Kanada).

Die Badlands heißen übrigens unberechtigterweise „Badlands“. Ich hatte mir eine trostlose, trockene Wüste vorgestellt, in der runde Gestrüppe durch die Gegend rollen. Stattdessen sehen wir unglaublich lange Straßen, grüne Felder und kilometerweit nichts als eine unglaubliche Weite.

Hier ist der Moment, an dem ich mitten im nowhere anhalten muss, um ein Foto von der sturzgeraden Straße zu machen, die wir gerade befahren. Natürlich ist dann Trumanshow angesagt: Stundenlang ist kein Auto zu sehen und nur, wenn wir anhalten, kommen von beiden Seiten plötzlich Autos angefahren. So als würde irgendwo ein Regisseur sitzen, der auf einen doofen Touristen wartet, der Fotos machen will und aus Spaß die ganzen Statisten losschickt.

Mitunter kann Auto fahren in Kanada auch ganz schön stressig sein. Nämlich dann, wenn man in einem Kilometer Entfernung ein Auto erkennt, das einem bei dieser Weite ziemlich nah auffährt. Oder wenn man an einer Kreuzung ist, an der auf jeder Seite jeweils ein Stopschild steht und man einfach kein Auto sieht, auf das man achten muss.

Das sind wirklich heikle Situationen, in die man beim Fahren geraten kann. Zum Glück sind die Kanadier tiefenentspannt. Sie warten sogar geduldig, bis du dein Foto gemacht hast und fahren dann lächelnd grüßend weiter. Falls sie es doch eiliger haben, entschuldigen sie sich noch dafür.

Überhaupt höre ich das Wort „sorry“ sehr häufig. Ich hatte ja gedacht, dass sich die Deutschen schon extrem schnell für alles und jeden entschuldigen…Pustekuchen. Die Kanadier sind noch viel schneller mit ihrem „Sorry“. Witzig wird es, wenn man gleichzeitig durch eine Tür gehen möchte und man dem anderen automatisch den Vortritt lässt. DAS ist nichts für ungeduldige Menschen. Mein Tipp: Geh’ einfach und lächle dabei.

Unterwegs trifft man in den Badlands auf viele Kuriositäten. So gibt es beispielsweise den “Last Chance-Saloon”, der sich an der 11. Brücke (kein Scherz, so steht es auf dem nächsten Schild) mitten im Nirgendwo befindet und leider geschlossen hatte. … hmmm… warum wohl?

Übrigens waren wir auch bei den Hoodoos und bei den “Writing on Stone Felsen”. Das sind Felsen, auf denen die Black Foot-Indianer ihre Geschichte gezeichnet haben. Ähnlich wie Höhlenmalerei nur eben draußen. Die Tour, die wir machen wollten, hieß “Rock Art-Tour”. Ich hatte gerade viel zu viel Sonnencreme im Gesicht, als ich dachte, dass die Tour bereits startet. Bin also hingestürzt und rief mit schneeweißem Gesicht: “Ist das die Rockstar-Tour, die um 14 Uhr losgeht?” Einige starrten mich entgeistert an, während andere lachten. Den Tourguide hatte ich wohl etwas verschreckt. Denn sie schickte mich weg;).

Sorry Leute, hier ist das Netz einfach zu schlecht. Ich lasse die ganzen anderen Erlebnisse einfach mal visuell wirken. Schaut euch dazu die Fotos in der Galerie an. Der nächste Blog kommt bald. Es gibt soviel zu erzählen, denn wir haben so vieles schon gesehen und erlebt…

2 Kommentare

  1. Tony 25. Juni 2022 at 11:17 - Reply

    Gibt es immer noch 25 Einwohner in Wayne? Das Schild sieht ziemlich alt aus. Habt ihr eine getroffen?

    • Claudia Behr 25. Juni 2022 at 17:53 - Reply

      Es sah sogar nach weniger aus. Doch der Saloon hatte an manchen Tagen bis 19 Uhr auf. Leider waren wir an einem falschen Tag da.

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